Mitten in der Hansestadt entsteht ein völlig neuer Stadtteil
Viessmann Solarsysteme für die HafenCity Hamburg
1997 erfolgte in Hamburg der Startschuss für das wohl größte städtebauliche Projekt, das die Hansestadt je gesehen hat. Damals begannen die Planungen für die HafenCity, seit 2000 laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Mit der HafenCity soll die Hamburger Innenstadt wieder an die Elbe rücken, denn bis vor kurzem lagen noch Hafenanlagen zwischen den Innenstädtern und dem Fluss. Wohnhäuser – manche mit Gewerbe im Erdgeschoss – und Bürogebäude wechseln sich in der HafenCity ab, eine Grundschule, kulturelle Einrichtungen sowie öffentliche Plätze und Promenaden runden den neuen Stadtteil ab. Viessmann lieferte Solarkollektoren sowie die dazugehörigen Speicher und die Regelungstechnik für die Wohngebäude in den gerade entstehenden fünf Quartieren der HafenCity.
Die Entwürfe für den Umbau des Kaispeichers A erregten Aufsehen: Die von den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron konzipierte Elbphilharmonie soll nach dem Willen der Stadtplaner das neue, markante Wahrzeichen der Hansestadt werden. Eingebettet wird sie in ein komplettes neues Viertel, das an die alten Hafenanlagen und die Speicherstadt angrenzt.
Erste Wohn- und Bürogebäude sind bereits bezogen
Die HafenCity wird von Westen nach Osten und von Norden nach Süden gebaut. Sie besteht aus fünf Bauabschnitten, den Quartieren Sandtorkai, Dalmannkai, Sandtorpark, Brooktorkai und Überseequartier. Das erste Quartier Sandtorkai ist bereits fertig gestellt, die fünf Wohn- und drei Bürogebäude sind bezogen. Die im Bau befindlichen Gebäude im zweiten Abschnitt am Dalmannkai sollen bis 2008 komplett bezugsfertig sein. Die drei übrigen Quartiere befinden sich noch im Planungsstadium, sollen aber auch in den nächsten fünf Jahren errichtet werden. In den fünf Quartieren entstehen insgesamt rund 1 300 Wohnungen, davon knapp die Hälfte Mietwohnungen.
Das Quartier am Sandtorkai zeichnet sich vor allem durch seine Lage zwischen der denkmalgeschützten Speicherstadt und dem Sandtorhafen aus, dem ältesten Hafenbecken Hamburgs und künftigen Traditionsschiffhafen, der das Viertel ab 2008 weiter beleben wird. Acht einzelne Gebäude in moderner Architektur wurden hier errichtet – jedes von seinem Architekten mit einem eigenen Charakter versehen – und ergänzen die historischen Bauten der Speicherstadt. Sie wurden zwar dicht am Wasser, doch auf einem gemeinsamen Sockel gebaut, so dass sie nach heutigen Erkenntnissen hochwassersicher sind. Mischnutzung ist in allen Quartieren vorgesehen, um ein lebendiges Viertel zu gestalten. Wohnungen sind hier sehr begehrt, einige Firmen haben sich bereits niedergelassen, ebenso wie die ersten Restaurants. Zunehmend kommen auch Touristen und Einheimische zum Flanieren an die neue Promenade am Sandtorhafen. Dessen Wasserfläche wird im kommenden Jahr durch Pontons und die ein- und auslaufenden Traditionsschiffe belebt und soll zu einem weiteren Anziehungspunkt für Anwohner wie für Besucher werden.
Solarkollektoren auf fast jedem Haus
Das Wärmeversorgungskonzept basiert im Wesentlichen auf der Kombination der vorhandenen Hamburger Fernwärmeversorgung mit dezentralen, örtlichen Wärmeversorgungseinheiten, möglichst auf umweltschonender Basis. So war es die Vorgabe für die Gebäude mit überwiegender Wohnnutzung, dass rund 40 Prozent der Warmwasserbereitung über Solarenergie erfolgen sollten. Das bedeutet, dass auf fast jedes einzelne Haus Solarkollektoren montiert werden. Insgesamt ist eine Kollektorfläche von rund 1 800 Quadratmetern vorgesehen. Betreiber der Heiz- und Solaranlagen ist die Arbeitsgemeinschaft Wärmeversorgung HafenCity, bestehend aus den Hamburger Electricitätswerken (HEW) und Vattenfall Europe Contracting GmbH, die als Contracting-Unternehmen die Wärme an die Kunden verkauft.
Im Jahr 2006 wurde die erste Viessmann Vitosol-Anlage installiert, nach und nach folgen weitere. Zwei Drittel der Kollektoren sind Vakuum-Röhrenkollektoren, der Rest Flachkollektoren – je nach Vorgabe der Architekten oder nach Anbringungsmöglichkeit. Für die ausführende Firma Ad Fontes Solartechnik GmbH war und ist die abwechslungsreiche architektonische Gestaltung der HafenCity eine besondere Herausforderung: Die Gebäude werden von verschiedenen, aus Architekturwettbewerben als Sieger hervorgegangenen Architekten entworfen und von unterschiedlichen Investoren finanziert. Dementsprechend umfangreich ist die Abstimmung zu den einzelnen Objekten, ebenso vielfältig die Pläne und Wünsche.
Das Projekt HafenCity soll innerhalb der nächsten fünf Jahre vollständig verwirklicht werden.
Weitere Informationen:
www.hafencity.com
Oktober 2008
Bilder / Bildzeilen
![]() | Bild 1Die abwechslungsreiche architektonische Gestaltung der HafenCity stellte für die ausführende Firma Ad Fontes Solartechnik GmbH eine besondere Herausforderung dar. |
![]() | Bild 2Rund zwei Drittel der installierten Viessmann Vitosol-Anlage bestehen aus Vakuum-Röhrenkollektoren. |







zurück