Freie Fahrt für Klimaschutz

Mit professioneller Wartung und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen leisten die ÖBB-Technische Services einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität der Bahn und tragen somit wesentlich zur Reduzierung verkehrsbedingter Umweltbelastung bei. Aber auch die Hauptwerkstätte für die Wartung der modernen Elektrotriebwagen in Wien Floridsdorf erhielt jetzt eine neue umweltfreundliche Heizzentrale.


Passende Infrastruktur ist die Voraussetzung für optimale Produktion und Instandhaltung. Die ÖBB investierte in den letzten Jahren rund 169 Mio Euro in die Modernisierung ihrer Werkstätten. Damit werden neue Instandhaltungskonzepte erst Wirklichkeit. Zusätzlich hat sich die ÖBB das Ziel gesetzt, den eigenen Energieverbrauch spürbar zu senken, um einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Wegbegleiter für sicheren Personen- und Güterverkehr 
Für ÖBB-Elektrotriebwagen gilt genauso wie für deren Service: Man kann sich stets darauf verlassen. Denn wenn es um Wartung und Instandhaltung geht, macht Know-how den Qualitätsunterschied aus. Das Angebot der Technischen Services umfasst alle notwendigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, die für die Sicherheit, die Zuverlässigkeit und den reibungslosen Betrieb von Schienenfahrzeugen unerlässlich sind.

Für unsere Kunden bedeutet das eine hohe Fahrzeugverfügbarkeit sowie maximale Betriebssicherheit, ist man bei den ÖBB überzeugt.

Bewußtseinsbildung
Jeder einzelne Fahrgast, der zugunsten der Bahn auf sein Auto verzichtet und jeder Transport, der auf der Schiene statt auf den Straßen rollt, ist ein Plus für die Umwelt.
Doch auch die ÖBB-Beschäftigten leisten einen wesentlichen Beitrag zum Energiesparen und somit zur Minimierung der CO2- Emissionen. So achten alle MitarbeiterInnen auf richtig temperierte Büroräumlichkeiten und Werkstätten, denn die verantwortungsvolle Nutzung von Wärme bietet das größte Energiesparpotential, das ist allseits bekannt.

Energiecomfort plant die neue Heizzentrale
Mit der Planung der neuen Energieversorgung für die Hauptwerkstätte Floridsdorf betrauten die ÖBB einen Spezialisten: Energiecomfort, ein Dienstleistungsunternehmen, das die ganzheitliche Beratung, Planung, Errichtung, Betriebsführung, Modernisierung und Optimierung von Energie- und Facility Management anbietet.

„Seit 1978, der Gründung des Unternehmens, beschäftigt sich unser Haus mit Energie Management und Wärmeversorgung“, erzählt Projektleiter Alfred Haberl. „Mit dieser Kernkompetenz wurden bereits über 500 Kesselhäuser errichtet. Sie werden bis heute von uns betrieben und serviciert. Alle zukünftigen Projekte profitieren vom langjährigen gelebten Wissen und von unserer Erfahrung bei der Errichtung und Betriebsführung“.

Ökonomie ist oberstes Gebot
Doch was helfen alle Beteuerungen von einem umweltgerechten Verhalten, wenn kostbare Energie nicht bis zum letzten Watt genützt wird? Wie viel Input geht durch veraltete Technik, Abwärme, undichte Leitungen, schlecht eingestellte und gewartete Anlagen verloren? Stündlich. Täglich. Über viele, viele Jahre hinweg, 25 waren es bereits in der alten ÖBB-Hauptwerkstätte Floridsdorf. 

Bereits zweimal hatte eine Sanierung der beiden Gaskessel ihr endgültiges Aus verhindert. Durch die viel zu große Gesamtleistung entstanden Verluste, die durch neue Energien wettgemacht werden mußten und eine Menge Geld kosteten.
„Wir von Energiecomfort haben uns zur Aufgabe gemacht, Energie vollständig zu nützen. Wo immer es technisch sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar ist“, beschreibt Projektant Haberl seine Bemühungen.

Die neue Energiezentrale 
Mit den Umbauarbeiten wurde die Integral Montage Anlagen- u. Rohrtechnik betraut.
Zwei Viessmann Niederdruck-Heißwassererzeuger Vitomax 200-LW mit 4.2 und 2.6 MW ermöglichen nun dem Betreiber eine Leistungsverteilung, die exakt auf den Sommer- und Winterbetrieb abgestimmt werden kann.

„An der alten Anlage gab es große Hydraulikprobleme, eine Einregulierung der mit 27 MW überdimensionierten Kessel war kaum möglich. Das ist jetzt Vergangenheit“, zeigt sich Alfred Haberl über die optimale Einsatzmöglichkeit der beiden neuen Kessel hocherfreut. Die Wärmeabgabe erfolgt über drei Wärmetauscher, jeder einzelne ist über Leistung zuschaltbar.

Vitomax 200-LW garantiert schadstoffarme Wärmeversorgung
„Die neuen Dreizugkessel Vitomax 200-LW zeichnen sich durch eine besonders umweltschonende und schadstoffarme Verbrennung im gesamten Leistungsbereich aus“, erklärt der Leiter der Viessmann Großkessel-Abteilung Reinhard Thurmaier.

Bei den hier eingesetzten Vitomax 200-LW Kesseln, unterstützen definierte und konstante Temperaturen im Entstehungsbereich der Flamme die stabile Flammenbildung und reduzieren die NOx-Bildung. Weite Wasserwände im Vitomax 200-LW sorgen für eine gute Eigenzirkulation und sichere Abführung der Wärme. Ein Mindestwasservolumenstrom ist nicht erforderlich. Wasserleitbleche übernehmen die gleichmäßige Verteilung des Rücklaufwassers innerhalb des Kessels.

Eine hochwertige Verbund-Wärmedämmung und die vollständig wassergekühlte hintere Umlenkkammer ermöglichen die sehr niedrigen Abstrahlverluste des Vitomax 200-LW. Der Niederdruck-Heißwasserkessel erzielt so einen hohen Kesselwirkungsgrad bis 92 %.

Speziell für Österreich entwickelter Gasbrenner
Die im neuen ÖBB-Kesselhaus eingesetzten Garvens-Gasbrenner wurden vom TB Krenbauer in Leonding speziell für Österreich entwickelt. Es handelt sich um vollautomatische, NOx-reduzierte Gasgebläsebrenner in Monoblockbauweise.

„Ihr großer Modulationsbereich bis 1:10 ermöglicht ein optimales Verhältnis bei unterschiedlichen Laststufen“, erläutert Garvens GF Anton Schütz. Dadurch werden längere Brennerlaufzeiten erreicht, der Wirkungsgrad erreicht auch im Teillastbereich optimale Werte. Die Brenner arbeiten mit pneumatischer Gasarmatur, die Modulationsregler werden von Garvens angesteuert, das Signal kommt von Energiecomfort. Und so schließt sich der Kreis wieder:

„ Mit unseren Partnern Viessmann und Garvens haben wir ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. Beratung, Produkt, Preis und Leistung stimmen ganz einfach“,
zeigt sich Energiecomfort Projektleiter Alfred Haberl hochzufrieden.

Und Reinhard Thurmaier ergänzt: „Unsere Branche ist heute mehr denn je gefordert, 
Bauherren und Anlagenbetreibern zu vermitteln, dass sich die Investition in moderne Heiztechnik in jedem Fall auszahlt. Denn sie verringert zu hohe Betriebskosten und trägt damit zum wichtigen Klimaschutz bei“. Dank dieser Erkenntnis rollen ÖBB-Räder bereits heute schon einer gesicherten energetischen Zukunft entgegen.

Reinhold Seeböck

Bilder / Bildzeilen

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Die neuen Viessmann Hochleistungskessel Vitomax 200-LW, umweltschonende und schadstoffarme Verbrennung über den gesamten Leistungsbereich

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Eingespieltes Team: (v.l.) Garvens GF Anton Schütz, Viessmann Großkessel Ltr. Reinhard Thurmaier und Energiecomfort Projektleiter Alfred Haberl

Bild 4

Alles neu: Die Energiezentrale der ÖBB Hauptwerkstätte Wien Floridsdorf

Bild 5

Modernisierte Werkstättenhalle für die Wartung der ÖBB-Elektrotriebwagen

Bild 6

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