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Heizung erneuern: Warum, wann und wie?

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Das durchschnittliche Alter einer österreichischen Heizung liegt bei etwa 23 Jahren - viele Geräte entsprechen damit heute nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Die Angst vor hohen Kosten und dem Aufwand für die Umstellung hält Anlagenbetreiber davon ab, ihre Heizung zu erneuern. Oft ist eine Heizungserneuerung aber dringend notwendig, sei es aufgrund des Alters der Anlage oder einer unzureichenden Energiebilanz. Wer zögert, führt häufig genau das herbei, was er vermeiden wollte: hohe Heizkosten, Rechnungen für die Instandsetzung und den Austausch defekter Teile beziehungsweise den Heizungsaustausch aus der Not heraus. Damit es nicht dazu kommt, geben wir in diesem Ratgeber einen Überblick zum Thema. Informieren Sie sich über den richtigen Zeitpunkt fürs Heizung Erneuern, den Planungsaufwand sowie die Kosten.

Heizung erneuern spart Heizkosten

Es gibt viele Möglichkeiten, im eigenen Zuhause Energie zu sparen. Die Heizung zu erneuern, bietet davon das größte Potenzial. Eine neue Heizung oder die Installation einer Solaranlage auf dem Dach können für beträchtliche Einsparungen sorgen. Für eine genaue Berechnung muss der energetische Zustand des Gebäudes berücksichtigt werden. Gemeinhin gilt aber: Kommen bei einer Heizungserneuerung regenerative Energien zum Einsatz, sind Einsparungen von bis zu einem Drittel der Energiekosten möglich. Besonders in Kombination mit weiteren in der Grafik gezeigten Maßnahmen. Alleinige Maßnahmen wie die Dämmung der Außenwände oder der Austausch der Fenster und Türen bringen hier lediglich Ersparnisse um die zehn Prozent.

Heizungserneuerung: Dort ansetzen, wo es einen Unterschied macht

Durchschnittlich 70 Prozent der Energiekosten im Haushalt entfallen auf Heizwärme und Warmwasser. Die Heizungserneuerung rechnet sich also bereits nach kurzer Zeit, auch wenn sie eine finanzielle Herausforderung darstellt. Nicht zuletzt staatliche Fördermittel machen die Maßnahme rentabel. Um diese zu erhalten, ist es notwendig, erneuerbare Energien mit einzubinden. Denn der Staat unterstützt genau solche Heizsysteme, die das Heizen mit erneuerbaren Energien erlauben. Sie schonen auf lange Sicht nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Wann sollte ich meine Heizung erneuern?

Für eine Heizungserneuerung müssen Sie nicht auf den perfekten Moment warten. Frühjahr, Sommer und Herbst bieten sich gleichermaßen an. Klarer Vorteil eines Heizungstauschs außerhalb der Heizsaison ist: Es bleibt mehr Zeit für Nachbesserungen; die Maßnahmen können abgeschlossen werden, bevor die kälteren Monate kommen. Aber auch im Winter ist ein Heizungsaustausch möglich, der in der Regel innerhalb von ein bis drei Tagen machbar ist. Abgesehen davon geht es hauptsächlich darum, eigene Kostentreiber im Blick zu behalten und im Vorfeld zu prüfen, wo die Schwachstellen der alten Heizungsanlage liegen.

In folgenden Fällen lohnt sich der Austausch:

  • bei Heizkesseln mit einem Alter von rund 25 Jahren oder mehr
  • bei alten Heizkesseln, die noch nicht kaputt, aber bereits 20 Jahre alt sind (eingebaut in den 2000er Jahren)
  • bei überdimensionierten Heizkesseln, die viel Platz im Heizungskeller wegnehmen und mit dauerhaft hohen Kesseltemperaturen laufen
  • wenn der Rauchfangkehrer bei seiner jährlichen Überprüfung die Abgaswerte bemängelt (z. B. Abgasverlust von über 11 Prozent)

Optimale Planung für das Sanierungsprojekt

Vor der Erneuerung der Heizung gilt es, Informationen zu sammeln. Das beginnt bei Gesprächen mit Nachbarn oder wertvollen Erfahrungsberichten von Freunden bis hin zur Suche nach dem passenden Fachbetrieb. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, was Sie selbst von einer erneuerten Heizungsanlage erwarten. Möchten Sie nur die Energiekosten reduzieren oder geht es auch um Energieautarkie oder sogar um die Einbindung von smarten Lösungen (Smart Home)? Ebenso der Zustand der Dämmung, der eingesetzten Heizkörper und Leitungen sowie insgesamt das Heizverhalten und die Heizlast spielen eine wichtige Rolle, um sich dann für das passende neue System zu entscheiden. Nutzen Sie auch gern die Viessmann Ratgeber, um sich umfassend im Vorfeld zu informieren.

Die passende Technik zum Heizung erneuern

Bevor die Handwerker loslegen können, geht es an die Wahl des passenden Heizsystems. Um zu ermitteln, welches System für Ihre Heizungserneuerung infrage kommt, können Sie im Vorfeld unseren kostenfreien Energie-Spar-Check durchführen. Grundlegende Faktoren sind, neben den Fördermitteln, der energetische Zustand des Gebäudes, das Alter sowie der zur Verfügung stehende Platz im Heizungskeller.

Die passende Technik zum Heizung erneuern

Bevor die Handwerker loslegen können, geht es an die Wahl des passenden Heizsystems. Um zu ermitteln, welches System für Ihre Heizungserneuerung infrage kommt, können Sie im Vorfeld unseren kostenfreien Energie-Spar-Check durchführen. Grundlegende Faktoren sind, neben den Fördermitteln, der energetische Zustand des Gebäudes, das Alter sowie der zur Verfügung stehende Platz im Heizungskeller.

Sollten Sie sich bei der Heizungssanierung gegen erneuerbare Energien entscheiden, empfiehlt es sich, vor allem bei veralteter Heiztechnik, auf Brennwertheizungen zu setzen. Ausführliche Informationen zur Technik und den Produkten erhalten Sie hier:

Besonderer Tipp: Sie möchten eine Gasheizung erneuern oder eine alte Ölheizung ersetzen? Informieren Sie sich am besten in unseren Ratgebern zu diesen beiden Themen.

Eine weitere Option ist es, die bestehende Anlage zu erweitern und zu kombinieren. Hybride Systeme können eine Übergangslösung sein, um zukünftig vollständig auf erneuerbare Energielösungen zu setzen oder um mehr Unabhängigkeit vom Energieversorger herzustellen. Hier werden häufig bestehende Öl- und Gasheizungen mit einer Solarthermieanlage kombiniert. Weitere Informationen finden Sie im Beitrag zur Hybridheizung

Haben Sie bereits ein Produkt gefunden, welches Sie besonders interessiert? Dann lohnt sich der Blick in ViBooks. Hier finden Sie Bedienungsanleitungen für jedes Gerät aus unserem Produktprogramm.

Bild: © A. and I. Kruk / Shutterstock.com

Auf den Heizungsbauer kommt es an

Neben einer effizienten Viessmann Heizungsanlage, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befindet, kommt es auf den geeigneten Heizungsinstallateur an. Die Installateure, die wir Ihnen über unsere Fachberatung vermitteln, sind Experten. Sie besitzen jahrelange Erfahrung, wenn es darum geht, die Heizung zu erneuern. Viele Kunden sind zudem überrascht, dass die Bauarbeiten beim Austausch relativ unkompliziert sind. Erfahrungsberichte zeigen, dass die Erneuerung der Heizungsanlage oft viel schneller erfolgt als erwartet. Eine Alternative zum Heizungsinstallateur ist der Energieberater. Gerade wenn umfangreichere Sanierungsmaßnahmen geplant sind, empfiehlt es sich, eine Energieberatung zu beauftragen, auch um mögliche Einsparpotenziale offenzulegen, die häufig untergehen. Hier kann dann auch ein individueller Sanierungsfahrplan ausgearbeitet werden.

Was ist bei der Durchführung eines Heizungsaustauschs zu beachten?

Ist der richtige Heizungsbauer gefunden und die Planung durch ihn abgeschlossen, geht es an die eigentliche Durchführung. Die Heizung zu erneuern, bedeutet früher oder später natürlich Handwerker im Haus. Für viele Eigentümer schränkt dies vorübergehend den persönlichen Komfort im eigenen Zuhause ein. Natürlich sollten die Vorteile bedacht werden. Denn die Maßnahme hat einen sinnvollen Nutzen und spart langfristig Energie und Kosten. Außerdem ist die Dauer der Arbeiten stets abhängig vom gewählten Heizsystem.

 

Unverzichtbare Maßnahme: Hydraulischer Abgleich

Im Rahmen der Austauscharbeiten sollte unbedingt ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Diese Maßnahme ist wichtig, damit die neue Viessmann Heizung ihr Sparpotenzial auch voll ausschöpfen kann. Durch den hydraulischen Abgleich an allen Heizkörpern wird sichergestellt, dass die Heizflächen gleichmäßig mit Wärme versorgt werden, und dass die abgerufene Leistung den jeweiligen Heizkörpern sowie der Heizungsanlage entspricht. Der hydraulische Abgleich erfolgt ausschließlich durch den Fachmann. Dieser stellt am Thermostatventil den Volumenstrom exakt ein. Oft müssen auch noch Ventile getauscht werden.

Wie hoch sind die Kosten für eine Heizungserneuerung?

Eine pauschale Antwort gibt es auf diese Frage nicht. Denn allerlei Faktoren spielen hier eine Rolle. Dazu zählen neben der regionalen Verfügbarkeit der Heizsysteme auch zusätzliche Umfeldmaßnahmen, die notwendig sind, um das neue System in bestehende Strukturen im Gebäude einzubinden. 

Darüber hinaus können sich die Anschaffungskosten spürbar reduzieren, wenn Sie eine Förderung beantragen. Bei der Antragstellung unterstützt Sie unter anderem der FörderProfi.

Kosten vergleichen: Heizung erneuern lohnt sich tatsächlich

Sind sämtliche Maßnahmen abgeschlossen und die Heizung samt Heizkörpern exakt eingestellt, können Sie endlich prüfen: Wie schlägt sich der neue Heizkessel im Vergleich zu früher? Ob Sie tatsächlich so viel Brennstoff und so viele Heizkosten einsparen wie im Vorfeld der Heizungserneuerung geplant, lässt sich pauschal nicht beantworten. Das individuelle Heizverhalten und die Durchschnittstemperaturen des jeweiligen Jahres spielen eine Rolle und Letztere kann man schlecht beeinflussen. Jeder Einzelne kann jedoch mit kostenbewusstem Heizverhalten auf äußere Faktoren reagieren. Ein erneuertes und gut eingestelltes Heizsystem macht dies wirkungsvoll möglich. Dafür lohnt es sich letztlich, den mutigen Schritt zur Erneuerung der Heizung gewagt zu haben.

FAQ - Antworten auf häufig gestellte Fragen

Große, unsanierte Altbauten oder Mehrfamilienhäuser benötigen viel Heizenergie. Für diese Gebäude müsste eine Wärmepumpe sehr groß dimensioniert werden, was sie ineffizienter macht.

Da größere Flächen bei gleichen Bedingungen mehr Wärme übertragen als kleine, ermöglichen groß ausgelegte Heizkörper oder Flächenheizsysteme wie die Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung niedrigere Temperaturen im Vorlauf. Je niedriger die Vorlauftemperatur der Wärmepumpe ist, desto effizienter arbeitet diese und desto niedriger sind die Heizkosten.

Große, unsanierte Altbauten oder Mehrfamilienhäuser benötigen viel Heizenergie. Für diese Gebäude müsste eine Wärmepumpe sehr groß dimensioniert werden, was sie ineffizienter macht.

Heizungsanlagen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren. Ältere Heizungsgeräte arbeiten oftmals ineffizient, verbrauchen mehr Energie und sind anfälliger für Störungen. Ab einem Alter von 15 Jahren lohnt sich eine Prüfung durch einen österreichischen Fachbetrieb. Dieser prüft, ob ein Heizungstausch wirtschaftlich sinnvoller ist, als der Weiterbetrieb einer Heizung.

Alte Öl- oder Gasheizungen ohne Brennwerttechnik können bis zu 30 Prozent mehr Energie verbrauchen als moderne Heizungsanlagen. Gleichzeitig steigen die CO₂-Preise und regulatorische Anforderungen nehmen zu. Ein Wechsel hin zu einer modernen Wärmepumpe, einer Pelletheizung (Pelletkessel) oder einer innovativen Hybridheizung kann langfristig zu einer deutlichen Kosteneinsparung führen.

Wenn die Energierechnung Jahr für Jahr weiter steigt, obwohl das Nutzungsverhalten gleich bleibt, ist das ein klares Zeichen für die sinkende Effizienz der vorhandenen Heizungsanlage. Der Verschleiß an Wärmetauscher, Pumpe oder Brenner sorgt dafür, dass mehr Energie für dieselbe Wärmeleistung benötigt wird. Ein Fachbetrieb sollte überprüfen, ob ein Heizungsaustausch sinnvoll ist.

Häufige Reparaturen an bestehenden Heizungen sind ein Warnsignal. Wenn die jährlichen Reparaturkosten mehr als zehn bis fünfzehn Prozent des Neuwerts einer vergleichbaren Heizungsanlage übersteigen, ist eine Neuinvestition in der Regel wirtschaftlicher. Außerdem wird die Ersatzteilversorgung für alte Heizgeräte irgendwann eingestellt.

Ungleichmäßige Wärmeverteilung oder träges Ansprechverhalten deuten auf einen veralteten Regler, verkalkte Leitungen oder eine schwächelnde Pumpe hin. Moderne Heizungssysteme mit hochintelligenter Steuerung heizen schneller, effizienter und reagieren flexibel auf den tatsächlichen Wärmebedarf.

Eine vollständige Gebäudesanierung (z. B. neue Fenster, bessere Dämmung) verändert den Wärmebedarf erheblich. Wer gleichzeitig die Heizung tauscht, kann die Heizungsanlage optimal auf den dann geringeren Bedarf auslegen und profitiert dabei oftmals von kombinierten Förderprogrammen von Bund und Ländern.

Moderne Heizungssteuerungen lassen sich per Smartphone-App, Sprachassistent oder Zeitplan regeln. Das ermöglicht ein bedarfsgerechtes Heizen zu jeder Jahreszeit (Sommer, Frühling, Herbst und Winter) und kann den Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent senken. Nachrüstbare Thermostate sind eine günstige Übergangslösung, ersetzen aber keine neue Anlage.

Österreich bietet ein mehrstufiges Förderpaket für den Tausch von Heizungen. Der Bundeszuschuss deckt einen gewissen Anteil der Investitionskosten beim Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme und alternative Heizungsanlagen. Hinzukommen entsprechende Landesförderungen, die je nach Bundesland unterschiedlich hoch sind, sowie die steuerliche Absetzbarkeit als außergewöhnliche Belastung.

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